Fragen und Antworten zu Chemtrails (3 / 53)

Das Vertuschungssystem der Chemtrail-Gläubigen

All die Jahre, die es die Chemtrail-Verschwörungstheorie gibt, basiert sie auf Spekulationen, Lügen (siehe auch chemtrailbilder.de) und Fehlinterpretationen (auch bei Messwerten vom Boden: natürliches Vorkommen, Verfrachtung durch Wetter, insbesondere Wind, und Einflüsse von Industrie und Verkehr). Wie kann man aber zeigen, dass ein Verdacht tatsächlich ein Fakt, ein Sachverhalt, ist? Durch Beweise. Und wenn am Himmel gesprüht wird - von wo müssen dann die Beweise stammen?

1. Beweise schaffen

Wetterballon zur Luftprobenentahme

Die schafft man nicht, indem man einfach in der ganzen Welt herumerzählt, wie böse die Welt ist. Nein, die Beweise sind eben über uns am Himmel. Wenn man behauptet, dass Chemikalien ausgebracht werden, muss man dort in den Streifen Proben nehmen und diese untersuchen (lassen). Seit mittlerweile über zehn Jahren der Verschwörungstheorie im deutschsprachigen Raum (in Kanada und den USA noch länger) jammern die Chemtrail-Gläubigen nur, statt mal aktiv zu werden und handfeste Grundlagen in Form von Proben vom Himmel zu beschaffen. Dabei werden Möglichkeiten immer wieder genannt:

Das sind alles realisierbare Vorhaben - andere Leute machen das ja auch. Die Chemtrail-Gläubigen hätten eine Grundlage in Form von unwiderlegbaren Zahlen, die sie - wie sie ja auch ihre angeblichen Beweise veröffentlichen - auf ihren Websites oder in YouTube-Videos unterbringen könnten. Wir „Chemtrail-Leugner“ könnten dagegen nichts sagen und die Zahlen könnten bei eventuellen Anzeigen oder Klagen als Basis verwendet werden. Und: Die Besorgnis der Chemtrail-Gläubigen hätte eine Berechtigung.

Jemand, der ein Wetterballonprojekt starten wollte, wurde aus der Gruppe ausgeschlossen.
Jemand, der ein Wetterballonprojekt starten wollte, wurde aus der Gruppe ausgeschlossen.

Die Chemtrail-Gläubigen vertuschen diese Möglichkeiten aber, sie ignorieren sie bzw. lenken davon ab. Dafür kommen Ausflüchte wie:

Wie die einfachen Chemtrail-Gläubigen gezielt von der Wahrheit abgelenkt werden, sieht man sehr gut an der Regenwasseraktion von „Sauberer Himmel“. Dort haben 72 Teilnehmer jeweils mehr als 50 € aus eigener Tasche bezahlt, um Regenwasserproben analysieren zu lassen. 72 x 50 sind 3600 € - für Proben, die sinnlos sind, weil Partikel am Boden von sonstwoher kommen können. Eine einfache Probe vom Ort des Geschehens, vom Himmel, wäre schon für 500 € (oder für etwas über 100 €, wie es auch schon gelungen ist) + Kosten für eine einmalige Analyse drin. Aber genau davon muss man eben ablenken. „Sauberer Himmel“ hat hier die einfachen Chemtrail-Gläubigen gezielt auf einen falschen Weg geführt.

2. Dokumentation der Verursacher, also der Flüge

Chemtrail-Gläubige vertuschen die Streifenverursacher

Die Streifen und deren Verursacher werden wie auf dem Silbertablett präsentiert. Deshalb sollte man doch wenigstens auf die Idee kommen, sich den Ort mal genauer anzugucken, wo die Ursache des vermeintlichen Übels ist. An einer anderen Stelle ist beschrieben, wie man Flightradare, Kameras und die eigenen Augen nutzen kann, um die Flugzeuge zu erkennen. Das ist überhaupt kein Problem - sehr viele Leute machen das aus reinem Hobby. Und wenn man dann das Flugzeug identifiziert hat, kann man die Flüge auch erfassen:

"Flug: XY0000
Airline: Mustergesellschaft
Flugzeug: Boeing XYZ
Kennung: XY-0000
Flughöhe: XY ft
Flug von A nach B
Zeitpunkt: 30.02.2012 13:56
Beobachtungsort: Musterhausen
Nahaufnahme: http://www.example.org/foto1_nah.jpg
Weitwinkelaufnahme: http://www.example.org/foto1_weit.jpg"

Aber auch solch eine Dokumentation sucht man bei den Chemtrail-Gläubigen vergeblich, obwohl der WWF Herrn Storr dazu schon eine Aufforderung schickte. Die Verursacher der Streifen werden bestmöglich vertuscht. Manche Chemtrail-Gläubige sind zwar einfach nur unfähig, Flugzeuge zu erkennen, aber die könnten einfach mal die Planespotter fragen, wie man sowas macht. Mit einer Ausnahme gibt es kein Flugzeug ohne Kennung - die Chemtrail-Gläubigen sind schlicht nicht in der Lage, sie zu erkennen.

Der Grund der fehlenden Dokumentation dürfte auch klar sein: Man könnte sonst keine wilden Spekulationen aufstellen. Wenn man nämlich merkt, dass die Streifen nur von Airlinern und Frachtern stammen, ist es hinfällig, irgendwelche Militärflugzeuge dafür verantwortlich zu machen. Und das Militär selbst ist so freundlich und transparent, die für Übungsflüge reservierten Räume gleich per Google-Maps anzuzeigen (Datum in der URL anpassen): TRA/ED-R/NOTAM.

3. Maßnahmen ergreifen

Hat man die Zusammensetzungen und die Verursacher, ist es nun ganz leicht, Maßnahmen zu ergreifen. Diese könnten sein:

Damit wäre es möglich, das konkrete Flugzeug daraufhin zu untersuchen, wie und was ausgebracht wurde. Da Planespotter weltweit vernetzt sind, wäre es auch kein Problem, mal in einem entsprechenden Forum darum zu bitten, von einem Flugzeug Nahaufnahmen anzufertigen. Bei Twitter sind auch viele Piloten unterwegs, so dass man dort mit denen ins Gespräch kommen könnte. Es gäbe also sehr viele Möglichkeiten, Erkundigungen zu einem bestimmten Flugzeug einzuholen.

Stattdessen wird nur in der Öffentlichkeit herumgejammert, alle möglichen Leute (vor allem die, die nicht zugeben, das gesprüht wird) werden wegen irgendetwas beschuldigt. Damit wird eine Verzögerungstaktik durchgeführt, innerhalb derer die tatsächlich wichtigen Fakten vertuscht werden. Wenn wirklich gesprüht würde, würde man so dafür sorgen, dass die Täter weiter ungestört ihr Werk verrichten könnten sowie in Kauf nehmen, dass immer mehr Menschen immer mehr unter den Folgen litten. Und dabei muss man noch beachten, dass an der Spitze der sogenannten Bürgerinitiative „Sauberer Himmel“ ein Rechtsanwalt steht, der eigentlich wissen müsste, wie man vorgeht und dass es auch Unterlassungsdelikte gibt. Aber auch er vertuscht und verzögert lieber mit ablenkenden Maßnahmen, als dass er sich dem eigentlichen Problem widmet.


Beispiel: Man geht davon aus, dass gesprüht wird, wobei der Luftraum über Deutschland zu Deutschland gehört. Durch das Sprühen wird durch Fallout alles vergiftet, was sich am Boden befindet - sagen die Chemtrail-Gläubigen.

§ 314 StGB (Gemeingefährliche Vergiftung) sagt dazu:

1) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren wird bestraft, wer
1. Wasser in gefaßten Quellen, in Brunnen, Leitungen oder Trinkwasserspeichern oder
2.Gegenstände, die zum öffentlichen Verkauf oder Verbrauch bestimmt sind,
vergiftet oder ihnen gesundheitsschädliche Stoffe beimischt oder vergiftete oder mit gesundheitsschädlichen Stoffen vermischte Gegenstände im Sinne der Nummer 2 verkauft, feilhält oder sonst in den Verkehr bringt.

Und § 138 StGB (Nichtanzeige geplanter Straftaten) besagt:

(1) Wer von dem Vorhaben oder der Ausführung
[…] 8. einer gemeingefährlichen Straftat in den Fällen der §§ 306 bis 306c oder 307 Abs. 1 bis 3, des § 308 Abs. 1 bis 4, des § 309 Abs. 1 bis 5, der §§ 310, 313, 314 oder 315 Abs. 3, des § 315b Abs. 3 oder der §§ 316a oder 316c
zu einer Zeit, zu der die Ausführung oder der Erfolg noch abgewendet werden kann, glaubhaft erfährt und es unterläßt, der Behörde oder dem Bedrohten rechtzeitig Anzeige zu machen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Glaubt also ein Chemtrail-Gläubiger selbst nicht daran („glaubhaft erfährt“), macht er sich möglicherweise durch Nichtanzeige geplanter Straftaten strafbar, oder wie?


Die sogenannte Bürgerinitiative „Sauberer Himmel“ nimmt Spenden ein und verkauft Aufkleber sowie Flyer. Doch was passiert mit dem Geld? Privatleute geben Geld aus, um Plakate, Poster, o. ä. bedrucken zu lassen. All das Geld könnte man viel sinnvoller anlegen, indem man zum Beispiel die oben genannten Maßnahmen durchführt. Dann wäre man direkt am verdächtigen Objekt und man könnte nachweisen, wenn dort etwas wäre. Aber nein, da wird lieber bestmöglich abgelenkt und vertuscht.

Fakt ist allerdings auch, dass dieses Vertuschungssystem funktionieren muss. Würden sich die Chemtrail-Gläubigen nämlich davon überzeugen, wie die Realität am Himmel ist, würden die Grundlagen dieser Verschwörungstheorie wegbrechen und somit wären auch die Spekulationen hinfällig. Was das wiederum heißt, dürfte auch klar sein: Alles, was in Bezug auf Chemtrails momentan verkauft wird, würde dann kein Geld mehr einbringen. Und diverse Leute mit einer bestimmten Gesinnung könnten auf diesem Weg nicht mehr manipulieren.

Wir sehen jedoch auch, dass die Verschwörungstheorie von den Chemtrails eigentlich die ist, bei der man sich selbst am leichtesten vom Wahrheitsgehalt überzeugen könnte. Dennoch gibt es seit über zehn Jahren der Verbreitung der Verschwörungstheorie noch keinen handfesten Beleg, sondern nur Spekulationen, Lügen und Fehlinterpretationen.

Allein dies ist der beste Beleg dafür, dass es keine Chemtrails im Sinne der Definitionen der Chemtrail-Gläubigen gibt: Sie wollen keine Beweise liefern, obwohl das im Falle von Sprühereien problemlos möglich wäre.

Nicht umsonst gelten die Chemtrail-Märchen als eine der dümmsten aller Verschwörungstheorien.

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Chemtrail-Gläubige wollen keine Beweise!

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Überarbeitet: 08.02.2015

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