Ein schwerer Tag

Diesmal geht es nicht um eine Veröffentlichung auf den Webseiten von „Sauberer Himmel“, sondern eher um grundsätzliche Fragen der Ausrichtung von „Sauberer Himmel“. Dazu ist die Quelle diesmal die Webseite chemtrail.de. Einen besonderen Dank an den Tippgeber.

Herr Altnickel kündigt beim Sauberen Himmel

Für die Chemtrail-Gläubigen muss es ein schwerer Schlag sein, denn man liest auf der Seite von Herrn Altnickel:

Bekanntgabe meiner Beendigung der Zusammenarbeit mit Dominik Storr

Der Text auf dieser Seite stammt natürlich von Werner Altnickel selbst.

An dieser Stelle eine rein persönliche Meinung dazu, ohne jeglichen Anspruch auf Objektivität. Eingegangen sind in diesen Kommentar Herrn Altnickels Veröffentlichungen zu seiner Kündigung der Zusammenarbeit mit Herrn Storr sowie die dort verlinkten Word-Dokumente.

Bei Gesprächen, in Foren, in Blogs und auch hier auf chemtrail-fragen.de wurde immer wieder zum Ausdruck gebracht, dass der Eindruck entsteht, dass es Herrn Storr bei der so genannten Bürgerinitiative „Sauberer Himmel“ in erster Linie gar nicht um Chemtrails geht. Sind dies vielleicht Einnahmen und Werbung für ihn als Rechtsanwalt?

Dieser Eindruck entsteht vor allem durch die folgenden Sachverhalte:

  • Die Initiative ist nicht als Verein eingetragen.
  • Bei den Spenden gibt es keinerlei Transparenz, auch eine Übersicht über die Verwendung der Gelder existiert nicht.
  • Flyer und Aufkleber werden zu extrem überhöhten Preisen verkauft.
  • Kosten für Beprobungen und für Anzeigen müssen durch die Anhänger selbst getragen werden.
  • Es gibt permanent Aufrufe an Auftragsschreiber, irgendwo Informationen - mit Nennung von „Sauberer Himmel“ - zu verbreiten.
  • Man sucht eher die Auseinandersetzung mit anderen Personen, Websites, Organisationen und Ämtern (z. B. UBA, Kachelmann, Wikipedia, EsoWatch, chemtrail-fragen.de), statt sich um Beweise für Sprühtätigkeiten am Himmel zu kümmern oder sich wenigstens inhaltlich auseinanderzusetzen.
  • Ständig erfolgt der Bezug auf den „Bürgeranwalt“; dieser wird immer genannt.
  • Um eine Organisation Beteiligter kümmert man sich nicht, selbst inhaltlich gleich Gesinnte haben das schon länger öffentlich bemängelt (Bewiesen: Sauberer Himmel ist ein Honeypot).
  • Man verbreitet Spekulationen und Fehlinterpretationen, bei denen manchmal der Eindruck entsteht, dass vorsätzlich gelogen wird. Dazu sind Informationen (z. B. in der Sonne glitzernder Schnee = Fallout) so sehr an den Haaren herbei gezogen, dass die eigentlich gar nicht ernst gemeint sein dürften.

Werner Altnickel ist schon seit ewigen Zeiten im deutschsprachigen Raum das Aushängeschild für die Chemtrail-Märchen. Man kann dazu stehen, wie man möchte, aber eins muss man ihm lassen - er ist aktiv und er hat einen Namen. Dass er viele Anhänger hat, ist kein Geheimnis; die meisten Chemtrail-Gläubigen stehen sicher hinter ihm. Er hätte es mit Sicherheit nicht nötig gehabt, eine Initiative zu gründen. Aber er hat der Bitte des Herrn Storr nachgegeben, weil es zumindest sicher nicht schaden konnte und es für die Chemtrail-Gläubigen vielleicht auch ein paar Vorteile mit sich gebracht hätte.

Auffällig war jedoch, dass man von Herrn Altnickel in Bezug auf „Sauberer Himmel“ immer seltener etwas mitbekam; immer mehr kam Herr Storr in den Vordergrund (Veröffentlichungen, Bewusst.tv, Kopp, usw.). Nun gut, man könnte das auf die Verteilung der Rollen schieben, denn Herr Storr war ja der Sprecher der Bürgerinitiative. Dass sich aber Herr Altnickel, der ursprünglich für die Verschwörungstheorie stand, so einfach unbemerkbar macht? Das war schon auffällig. Zu offensichtlich war, dass es immer nur noch um Herrn Storr ging.

Herr Altnickel kündigt bei „Sauberer Himmel“
Screenshot aus dem von Herrn Altnickel veröffentlichten Word-Dokument

Nun ist es klar, die Kündigung der Zusammenarbeit durch Herrn Altnickel muss ein schwerer Schlag sein. Wenn selbst er schon die Verbundenheit der Chemtrail-Gläubigen durch die Beendigung der Zusammenarbeit mit Herrn Storr und dem Sauberen Himmel beeinträchtigt, kann ihm das eigentlich nur schwer gefallen sein. Und umso schwerwiegender müssen die Gründe für diesen Entschluss gewesen sein.

Herr Altnickel kündigt bei „Sauberer Himmel“
Screenshot aus dem von Herrn Altnickel veröffentlichten Word-Dokument

Die Gründe bzw. die Beispiele dafür treffen ganz zufällig auch die oben genannten Punkte. So geht es darum, dass Herr Storr allein und eigenmächtig führen soll - man kann den Eindruck bekommen, als wäre die Initiative für Herrn Storr nicht selbige, sondern eine Firma, die für ihn arbeitet, sich nach ihm richten muss. Die Alleinherrschaft hat er; Entscheidungen durch ihn werden unter dem Gesichtspunkt getroffen, inwieweit sie ihm nützen. Selbstherrlichkeit, Herrschsucht und Spontaneität scheinen dabei eine große Rolle zu spielen, wie die Texte von Herrn Altnickel zum Ausdruck bringen; eine Zusammenarbeit ist offenbar unerwünscht - wenn es nicht nach seinen Regeln geht.

Herr Altnickel kündigt bei „Sauberer Himmel“
Screenshot aus dem von Herrn Altnickel veröffentlichten Word-Dokument

Das geht weiter bis zu dem Punkt, dass eben auch eingenommene Gelder offenbar nicht für die eigentlichen, nach außen angegebenen, Ziele verwendet werden, denn das Beispiel von Herrn Altnickel wäre doch aus der Sicht der Chemtrail-Ideologie ein lohnenswertes Einsatzgebiet gewesen. Und wenn selbst Herr Altnickel betont, dass auf der Website von „Sauberer Himmel“ nicht verifizierte Inhalte veröffentlicht werden, hat das einen besonderen Klang.

Herr Altnickel kündigt bei „Sauberer Himmel“
Screenshot aus dem von Herrn Altnickel veröffentlichten Word-Dokument

Und so muss man den Eindruck haben, dass Herr Storr sich u. a. von Herrn Altnickel hat bewirten lassen, um seine Perspektive in der gewählten Richtung zu finden. Immer mehr hatte Herr Altnickel seinen Dienst getan und wurde somit immer wertloser für Herrn Storr. Anders kann man es beim Lesen der Dokumente von Herrn Altnickel nicht deuten.

Letztendlich wird sich nun die Frage stellen, an wem sich die Chemtrail-Gläubigen in Zukunft orientieren werden. Herr Altnickel steht im deutschsprachigen Raum für die Chemtrail-Ideologie, hat sie - wenn man so will - aufgebaut.

Herr Altnickel kündigt bei „Sauberer Himmel“
Screenshot aus dem von Herrn Altnickel veröffentlichten Word-Dokument

Oder man steht hinter einem Verein, der offenbar letztendlich für eine Person und dessen Ziele steht.

Wie gut, dass wir die Probleme nicht haben, da wir uns selbstständig mit den Vorgängen am Himmel beschäftigen können, ohne Leute zu benötigen, die uns etwas erzählen. Insofern können wir die Neuausrichtung bei den Chemtrail-Gläubigen ruhig beobachten. Interessant wird auch sein, wo und wie Veröffentlichungen dazu erfolgen werden.

Jedenfalls brauchen wir uns auch nicht die Frage zu stellen, welcher Website wir unser Vertrauen schenken. Manche Fragen beantworten sich von ganz allein.

Lesen Sie bitte hier weiter:
- Sauberer Himmel durch Vulkangestein aufgeklärt
- Sauberer Himmel – Die vorgetäuschte Bürgerinitiative

18.04.2012 [⇧]