Bürgerinitiative "Sauberer Himmel" (33 / 107)

Wo ist das Geld nur geblieben?

Kampagne Nr. 07 - Aktion "bundesweite Regenwasserstudie"

Bundesweite Regenwasserstudie

Nachdem wir in unseren Regenwasseruntersuchungen fündig wurden und zum Teil erschreckend hohe Barium- und Aluminiumwerte feststellen konnten,

Dass diese Werte auf Fehlinterpretationen beruhen, haben wir ja bereits gesehen. Wenn 0,3 mg/l gemessen wurden und der Grenzwert für das saubere Trinkwasser bei 0,7 mg/l ist, merkt man schon, wie falsch der Saubere Himmel die Messwerte interpretiert.

wollen wir zu einer "bundesweiten Regenwasser-Aktion" aufrufen.

Und zwar rufen wir alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Bürgerinitiative sowie alle anderen Menschen dazu auf, selbst Regenwasser zu sammeln und von einem Labor untersuchen zu lassen.

Nun, das ist doch mal ein Wort. Man könnte meinen, der Saubere Himmel wird endlich mal aktiv. Und diese Aktion ist ja auch prinzipiell zu begrüßen, denn es kann sicher nichts schaden, wenn man ein Auge auf unsere Umwelt und deren Belastungen hat. Viel Frevel wird ja zweifellos damit getrieben. Und nicht zuletzt wird damit auch das Bewusstsein der Menschen für die Umweltbelastungen geweckt, was auch im Sinne des WWF mit dessen Plakat "Was, wenn Sie die Lösung von heute wären?" ist. Also: ein ausdrückliches "Ja" zu dieser Aktion - hoffen wir, dass sich möglichst viele Menschen daran beteiligen.

Wie wir sehen, sind die Preise auch erschwinglich. Die kleine Probe mit wesentlichen Elementen kostet 51,17 €, die große umfassendere Probe kostet 101,15 €. Das sollte sicher zu machen sein.

Aber, und nun sind wir beim ersten Kritikpunkt, das Geld hätte man auch anders anlegen können.

Preise für Laboruntersuchungen

So gut, wie es ist, sich um die Umwelt zu kümmern, ist es gleichzeitig auch eine Vertuschung. Der Grund wurde schon oft angesprochen: Selbst wenn die Belastungen am Boden hoch wären, wäre noch lange keine Herkunft geklärt. Und die Zuordnung zu den vermeintlichen Chemtrails kann so auch nicht getroffen werden, denn durch die Ströme in der Atmosphäre können Partikel sonstwoher kommen. Man braucht nur an den Sahara-Staub zu erinnern, der bis nach Deutschland kommt und nichts mit den Flugzeugen zu tun hat. Für den Nachweis von Sprühereien sind diese Proben also überhaupt nicht geeignet - in diesem Fall bzw. für dieses Ziel ist es rausgeschmissenes Geld. Hätte man hier noch 200 - 300 € mehr investiert und Proben aus den Streifen oder aus dem verschmierten Himmel genommen, hätte man einen viel zweckmäßigeren Nachweis. Aber genau davon soll eben abgelenkt werden. Schade um das Geld, denn dem Nachweis von Chemtrails kommt man damit überhaupt nicht näher.

Auf eigene Kosten - wo sind die Spenden und anderen Einnahmen?

Dafür haben wir ein Labor unseres Vertrauens gefunden, dass uns ein gutes Angebot gemacht hat, so dass die Regenwasseruntersuchungen nicht zu sehr auf Ihren Geldbeutel drücken.

Darin besteht der zweite Kritikpunkt, der sich zumindest für Außenstehende ergibt. Die Untersuchungen sollen im Auftrag und auf Kosten der Durchführenden erfolgen. Selbst das Einsenden der Proben sollen die Durchführenden bezahlen. Da stellt sich doch aber die Frage, was der Text auf der Unterseite Spenden soll:

Angebliche Verwendung der Spenden

Die Bürgerinitiative Sauberer Himmel wird neben der Öffentlichkeitsarbeit auch die zuständigen Behörden beschäftigen, Musterprozesse führen, Strafanzeigen stellen und wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben. Dazu sind wir auf Spenden angewiesen.

Halten wir fest: Die so genannte Bürgerinitiative "Sauberer Himmel" ist kein Verein, braucht keine Spendenquittungen auszustellen und führt auch irgendwo die Verwendung der Spenden auf. Man gibt nur an, dass man die Spenden für die Untersuchungen verwenden möchte. Zusätzlich werden Aufkleber und Flyer zu völlig überhöhten Preisen verkauft. Und nun müssen die Durchführenden der Beprobungen doch alles selbst zahlen, von einer Beprobung der Luft in der Höhe der Verursacher ist erst gar nicht die Rede. Was ist denn nun mit den Einnahmen? Wo ist das Geld geblieben? Das hinterlässt einen sehr schlechten Eindruck. Möge sich jeder selbst seine Gedanken darüber machen.

27.03.2012

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