Die Sonnenstürme und der Lufthansa-Pilot

Rechtsanwalt Storr verwechselt wieder ein paar Sachen

Wir erhalten viele Meldungen, dass in den letzten Wochen beinahe täglich chemische Wolken versprüht werden. Leider können wir das bestätigen. Woran liegt das?

Wenn sich der Rechtsanwalt doch mal etwas mit dem Wetter beschäftigen würde. Dann würde er auf die Lösung kommen. Ein starkes Hochdruckgebiet im Nordosten gegen feuchte Luftmassen aus Nordwest - was passiert dann wohl, wenn vermehrt Feuchtigkeit in die oberen Luftschichten gelangt? Richtig: Da ist kein Platz mehr für die Feuchtigkeit aus den Kondensstreifen und sie können sich nicht so schnell auflösen. Ist doch gar nicht so schwer - oder?

Sonnenstürme könnten immerhin zum Ausfall von Strom und Satelliten führen. Dies hätte natürlich nicht nur Einfluss auf unser tägliches Leben, sondern würde auch die gegenwärtigen Machtstrukturen erheblich gefährden. Stellen Sie sich mal eine Wallstreet ohne Strom oder eine CIA ohne funktionierende Überwachungssatelliten vor. Dient das Versprühen von chemischen Wolken daher auch den Machterhalt um jeden Preis?

Dem Machterhalt, lieber Schreiber des Sauberen Himmels, dem Machterhalt. Rettet dem Dativ!

Ansonsten: Natürlich.
Dass auch das gemeine Volk auf Satelliten und Strom angewiesen ist - daran denken die Leute vom Sauberen Himmel nicht, oder? Vielleicht sollte man denen mal alle Kommunikationsmöglichkeiten und den Strom aus der Steckdose entziehen …

Trotzdem haben feuchtigkeitsbedingte Wolken, also auch Kondensstreifen, damit nichts zu tun. Die interessiert es nicht, ob die Sonne gerade mal etwas abwirft, wie sich auch die Sonne nicht für die Kondensstreifen interessieren wird.

Und - um zur Sonne zurückzukehren: Im normalen Sonnenzyklus befinden wir uns gerade in der Phase der Steigerung der Sonnenaktivität, das Maximum wird 2013/2014 erwartet. Das heißt, dass es völlig normal ist, dass wir nun den "stärksten Sonnensturm seit XYZ" haben. Herr Storr wird bestimmt auch beim nächsten Schneefall sagen, dass es der stärkste seit dem letzten Frühling war - oder?

Unser Rechtsanwalt Dominik Storr hatte ein sehr interessantes Gespräch mit einem Lufthansa-Piloten. Zwar wollte dieser das Versprühen von chemischen Wolken nicht direkt zugeben.

Ja, ich hatte mit vielen - auch älteren - Piloten verschiedener Airlines Gespräche. Die wollten ein Versprühen logischerweise auch nicht zugeben. Die haben darüber nur gelacht. Und nun? Die Aussagekraft dieser Aussage ist genauso gering wie die der Aussage von Herrn Storr. Immerhin kann hier mit Fotos nachgewiesen werden, dass es in der Höhe herrlichen blauen Himmel gibt.

Eine blaue geschlossene Wolkendecke

Aber immerhin hat dieser Pilot davon berichtet, dass sich in ca. 30 bis 40 km Höhe eine Art geschlossene Wolkenschicht bzw. ein dicker Nebel befindet.

Ja, man sieht den dicken Nebel auf dem Bild rechts (der Flieger ist in einer Höhe von 11 km). Wenn der dicke Nebel immer so schön blau ist, ist es doch gut - oder? Da haben wir doch den sauberen Himmel.

Ist Herr Storr noch nie geflogen oder will er die Leute vorsätzlich verarschen? Niemand, der fliegt, sieht in der genannten Höhe eine geschlossene Wolkenschicht. Selbst in der ITCZ kommen die Wolken "nur" bis maximal 18 km hoch und auch das nur in Ausnahmefällen - meist ragen die Cbs dort bis zu 15 km in die Höhe. Ansonsten befinden sich die höchsten Wolken in einer Höhe von maximal ca. 12 km - also ungefähr dort, wo sich auch die Reisehöhe der Jets befindet.

Eine kleine Ausnahme sind die Polaren Stratosphärenwolken (PSC). Sie treten nur an den Polen, nur im Winter und auch nur in Höhen von 22 - 29 km auf. Da fehlen also auch noch über 10 km in der Höhe und neu sind die auch nicht. Sie treten allerdings mal mehr und mal weniger lang bzw. stark auf. Hier gibt es übrigens Bilder vom Nordpol, das Flugzeug war dabei recht tief - sehen Sie da irgendwo was von den von Herrn Storr genannten Wolken?:
http://www.nexusboard.net/showthread.php?siteid=7626&threadid=787&nx=d12f63916613f55c2327f0c78cc48473

Und wie entsteht so ein “Shield”? Durch das systematische Ausbringen von chemischen Stoffen (so genannte Chemtrails) in der Atmosphäre.

Da wäre mal interessant, wie dieses Dingsda in der Höhe ausgebracht wurde. Einige Militärjets schaffen mit grossem Aufwand 30 km Flughöhe (SR71 Blackbird, Spionageflugzeug der CIA), aber höher geht es nur mit Raketen und ggf. mit Ballonen. Und irgendwie müsste man ja davon mal was sehen - oder? Und apropos sehen: Wie ist es denn bei Hochdruckgebieten, wenn man den blauen Himmel sieht? Wird da der "Hochnebel" zur Seite geschoben?

Hoffentlich verstrickt sich der Saubere Himmel nicht immer mehr in Märchen und behält wenigstens den Überblick darüber, was dessen Leute mal gesagt bzw. geschrieben haben.

Klärung des Falls

Rechtsanwalt Storr befragt Schiffskapitän statt Lufthansa-Piloten

Da das mit der Wolkendecke oder mit dem "Hochnebel" in 30 - 40 km nachweislich Quark ist (für Herrn Storr: Quark bedeutet hier Quatsch - nicht dass er denkt, da oben wäre wirklich Quark) und Herr Storr auf seiner Anwalts-Website schreibt, dass er abgesehen von Australien alle Kontinente besucht hat, haben wir uns natürlich die Frage gestellt, wie er an dieses Märchen glauben kann. Dabei haben wir geschlussfolgert, dass er vielleicht nicht geflogen ist, sondern per Schiff unterwegs war. Demzufolge hätte er auch keinen Piloten befragt, sondern einen Schiffsführer. Die wiederum haben natürlich ab und zu Wolken über sich, so dass sie diese auch sehen. Und da die Schiffssführer eher weit als hoch gucken, kommt das mit den 30 - 40 km auch hin. q.e.d.

30.09.2011 [⇧]