Fragen und Antworten zu Chemtrails (11 / 52)

Warum hören Kondensstreifen manchmal unvermittelt auf
und beginnen dann plötzlich wieder?

Vertikalschnitt der Feuchteverteilung in der Luft

Der Grund ist der gleiche wie bei den unterschiedlich langen Kondensstreifen.

Die Grenze zwischen gesättigter und ungesättigter Luft verläuft nicht immer genau gerade, denn die Luft ist immer in Bewegung. Es gibt Regionen mit aufsteigender Luft, Aufwinde, Abwinde, Verwirbelungen usw. Manchmal ragt ein Teil der Luftmasse mit trockener Luft in die mit gesättigter Luft hinein, manchmal sinkt kalte Luft ab.

Fliegt ein Flugzeug nun genau durch eine Region mit trockener bzw. etwas wärmerer Luft, hört der Kondensstreifen auf und beginnt später wieder. Gibt es ein Gebiet, in dem es großräumig feucht ist, bleibt der Streifen lang. Ist es länger trocken, sieht man auch mal keinen oder nur einen kurzen Streifen.

Manchmal hört man von den Chemtrail-Gläubigen das Argument, dass es so kleine Luftmassen gar nicht geben würde und dass die Unterbrechung viel zu kurz sei. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass ein Airliner in einer(!) Sekunde 200 - 300 Meter weit fliegt und man sich bei der Länge der Streifen bzw. der Lücken sehr leicht verschätzen kann. Und dann braucht man nur daran zu denken, dass es auch am Boden zum Beispiel Nebelbänke in solchen Größenordnungen gibt, was wohl jeder schon mal erlebt hat.

Den ungefähren Verlauf der Luftmassen kann man hier ansehen: http://www.wetter3.de/vertikal.html. Rechts unten muss "Modellwetter, rel. Feuchte, potentielle Temp." eingestellt werden.

Unterbrochene Wolken

Man kann auch noch die Frage stellen: Wenn Kondensstreifen nach Meinung der Chemtrail-Gläubigen keine Unterbrechungen haben dürfen - warum müssen dann natürliche Wolken nicht durchgängig sein? Oder sprüht man aus dem Kühlturm des Braunkohlekraftwerks Lippendorf auch, denn auch in dessen Abgasfahne sieht man Lücken? Hier ein Foto: Marcus Kundisch: Leipziger Wolkenproduktion #läuft.

Wenn schon, denn schon: Gleiches Recht für alle Wolken!

Aber Vorsicht: Nicht immer ist der Kondensstreifen unterbrochen. Es kann auch durch Lichtverhältnisse sein, dass man ihn einfach nicht sieht. So kann er zum Beispiel auch mal im Schatten oder einfach in dünnen Wolken sein und man hat den Eindruck, als wäre er an dieser Stelle weg.

Hier ist das gefälschte Video mit ein paar Kommentaren versehen und zugleich läuft nebenbei ein Video, in dem man sieht, dass auch am Boden die Luftfeuchtigkeit sehr stark schwanken kann: kc10.flv

Aerodynamische Kondensstreifen

Bei dem Video, mit dem die Unterbrechungen immer wieder gezeigt werden, handelt es sich übrigens nicht nur um herkömmliche Kondensstreifen von den Triebwerken, sondern auch um auskondensierte (bzw. resublimierte) Feuchtigkeit. Dies sind aerodynamische Kondensstreifen, die sich durch starken Druckabfall bilden und nicht durch ausgebrachte Feuchtigkeit bzw. durch ausgebrachte Partikel in Abgasen.

Für normale Kondensstreifen mag es in bestimmten Regionen zu arm an Kondensationskernen sein; auch ein reduzierter Schub kann dafür sorgen, dass die normalen Streifen nicht zu sehen sind. Am Flugzeug selbst kommt es jedoch an bestimmten Stellen zu einem schlagartigen sehr starken Druckabfall, so zum Beispiel über den Tragflächen, über Teilen des Rumpfes oder bei Propellerflugzeugen auch an den Propellerspitzen. Durch diesen rasanten Druckabfall sinkt auch die Temperatur mit einem Mal sehr stark. Ist die Luft nun feucht genug, kommt es an diesen Stellen zu Kondensation bzw. Resublimation.

In niedrigeren Höhen, zum Beispiel beim Landeanflug oder beim Start, kann man das an den Kondensationswolken am Flugzeug beobachten, zum Beispiel:

Hier handelt es sich um Tröpfchen, die die Schleppen bilden. In Reisehöhe ist es dafür aber viel zu kalt, so dass es sich dort um Eiskristalle handelt.

Im rechten Video sieht man die Bildung dieser aerodynamischen Streifen etwas näher. Das Video wurde aus einer Boeing 777-200/ER der British Airways auf ihrem Flug von Shanghai Pudong nach London Heathrow über China aufgenommen. Es ist genau der gleiche Effekt wie im Video mit der KC-10. Auch die unterschiedliche Intensität der Kondensation ist zu erkennen.

Das Video: http://www.youtube.com/watch?v=-A0fN7PijgY

Wenn die Bedingungen erfüllt sind, dass die Sonne zum Beispiel in einem bestimmten Winkel scheint, sieht man dann auch diese schönen Färbungen - vom Aussehen her manchmal ähnlich wie bei einem Regenbogen.

Mehr dazu:

Übrigens kann man solche Streifen unter Umständen auch beim Motorsport sehen: https://www.metabunk.org/sk/s1_1.jpg

Warum gab es das früher nicht?

Natürlich gab es das Verhalten schon immer. Wie so oft hat man das nur nicht gesehen. Gründe:

Zurück zum Video:

Das Video: http://www.youtube.com/watch?v=M1IhW7VucXo

Das Original: http://www.youtube.com/watch?v=t22wy4c-A-A

Kommentar des filmenden Flight Engineers:

"This is the original unadulterated video that started all the fuss. It is completely authentic and no camera tricks were used. It is simply a couple of KC-10's in formation and the audio you hear is just us poking fun at all the "chemtrail" conspiratorists. I knew when I shot the video that this would be catnip for all the conspiratorists out there. Yeah, the contrails have an odd way of "starting" and "stopping" but that is easily explained with physics. It's no different than the lenticular clouds that form over a mountain or the fog that flows from an open freezer. So, stop being so gullible, kids. There are truely bad things in the world but this isn't one of them!"

Wenn man genau hinhört, muss man auch feststellen, dass sich die Besatzung einen Scherz erlaubte, dass sie sich über die Chemtrail-Gläubigen lustig machte. Lustig ist aber auch die Beschriftung in der Fälschung durch Mainstreamsmasher/Tankerenemy. Jeder, der schon mal ein Flugzeug etwas dichter gesehen hat, weiß, dass es sich bei den "Nozzles" um Einrichtungen handelt, die nahezu jedes Flugzeug hat - das sind die Träger der Flaps, auch Landeklappen genannt.

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