Sauberer Himmel: Antwort vom WWF

Antwort vom WWF

Obwohl uns natürlich bewusst war, dass das “Sie” an die Betrachter des Plakats gerichtet ist, sahen wir in dem Plakat eine Werbung für das Ausbringen von chemischen Wolken

Ja, klar, auf einmal. Nachdem man darauf hingewiesen wurde, kann man gut behaupten, dass man es wusste. Aber so richtig scheint der Zusammenhang immer noch nicht klar zu sein, denn ein normal denkender Mensch versteht das als Gegenteil von Werbung - nämlich dass genau das mit den chemischen Wolken vermieden werden soll, indem jeder seinen Beitrag dazu leistet. Nur der Saubere Himmel sieht darin wieder einen Grund, ängstlich zu sein.

Mit heutiger Email distanzierte sich der WWF ausdrücklich von dem “Gebrauch von Chemtrails” und teilte mit, dass “das Plakat schon lange aus dem Verkehr gezogen” wurde.

Nachdem der WWF erstmal darauf hingewiesen hat, wie das mit dem "S" zu verstehen ist.

Übrigens steht in der Mail noch mehr. Zum Beispiel gibt es den Hinweis, Datum, Uhrzeit, Flugroute, Aussehen des verdächtigen Flugzeuges zu notieren. Das ist genau das, wozu die Chemtrail-Gläubigen nicht in der Lage sind: eine ordentliche Dokumentation. Es ist schon so oft geschrieben worden, aber auch hier muss wieder angemerkt werden, dass die Planespotter tagtäglich die Flugzeuge erkennbar aufnehmen, die die Streifen hinterlassen und das auch noch dokumentieren. Nur die Streifenknipser schaffen das halt nicht. Sie zeigen lieber das, was sowieso jeder am Himmel beobachten kann.

Antwort vom WWF

Und dann steht natürlich in der Mail, was allen normalen Leuten bekannt ist, nämlich dass es sich bei den Streifen am Himmel über Europa um ganz normale Kondensstreifen handelt. Richtigerweise gibt der WWF dann noch den Hinweis, sich bei Verdachtsmomenten an die zuständigen Stellen, wie Skyguide und das BAZL, zu wenden. Denn dort sitzen die kompetenten Leute. Doch die Kompetenz auch dieser Zuständigen wird natürlich durch die Leute vom Sauberen Himmel offensichtlich nicht anerkannt, denn diese zeigen die Meinung, alles besser zu wissen. Deshalb darf natürlich auch hier der Hinweis nicht fehlen, dass man den WWF erstmal über seine Aufgaben aufklären müsste:

Unsere Aufgabe ist es nun, Greenpeace und den WWF mit den erforderlichen Fakten auszustatten, damit diese beiden Weltorganisationen reagieren und sich (endlich) für eine Natur ohne chemischen Wolken und andere Methoden der Wettermanipulation einsetzen.

Ja, hier sieht man, dass nichts verstanden wurde. Denn genau dazu war das Plakat gedacht und normal denkende Menschen, die mit dem Lesen keine Probleme haben, haben das auch so verstanden.

Aber wir werden ja sehen, wer wen mit Fakten ausstattet. Immerhin hat der WWF in seiner Antwort geschrieben, was getan werden soll, um die vermeintlichen Sprühereien aufzudecken:

  • Notieren Sie sich Datum, Uhrzeit, Flugroute, Aussehen des verdächtigen Flugzeuges
  • Setzen Sie sich mit Skyguide in Verbindung (siehe Kontaktadresse)
  • Melden Sie Ihre Beobachtungen und fragen Sie nach, um welchen Flug es sich handelt
  • Skyguide muss zum beobachteten Flug Auskunft geben können (der Luftraum wird in allen Ländern beobachtet) und wird dessen Legalität/Illegalität klären.

Wetten, dass die Streifenknipser genau das nicht machen werden?

Allerdings muss nach dem Hinweis auf Skyguide und das BAZL nun natürlich befürchtet werden, dass es den nächsten Aufruf zu Spam gibt …

24.10.2011 [⇧]