Sauberer Himmel: Tiefflieger über Österreich

Tiefflieger über Österreich

Laut Wikipedia sind Kondensstreifen anthropogene Wolken aus Eiskristallen oberhalb von etwa 8 km.

Ja, so ist es meist in unseren Regionen. Es wurden allerdings auch schon Flugzeuge gesichtet, die direkt am Boden Streifen hinterlassen haben. Das zwar nicht bei uns, aber man sieht, dass man das nicht verallgemeinern darf.

In diesem Video, das uns gerade zugespielt worden ist und am 13.11.2011 in Österreich aufgenommen wurde, hinterlässt ein Flugzeug in relativ niedriger Höhe (weit unterhalb von 8 km) einen mächtigen “Kondensstreifen”, so dass davon ausgegangen werden muss, dass das Flugzeug zusätzliche Stoffe (so genannte Chemtrails) ausgebracht hat.

Ja, das sieht schon imposant aus, wie die A380 so dicht an dem Gleitschirmflieger vorbei fliegt. Das muss ja auch gefährlich gewesen sein - oder?

Nein, das war alles Andere als gefährlich. Der Filmer TheChemicalSky hat zwar eine Kamera und kann sogar den Zoom betätigen, mehr weiß er aber anscheinend nicht.

Zuerst muss man beachten, dass er eine sehr hohe Brennweite eingesetzt hat (vermutlich weiß er nicht mal, was das ist - vereinfacht, aber nicht ganz richtig, ausgedrückt sagt man dazu auch "hoher Zoom"). Dies hat jedoch zur Folge, dass sich für das menschliche Gehirn die Perspektivebenen verschieben - sie liegen näher zusammen, als sie es wirklich waren. Man kann das bei Beobachtungen am Himmel immer wieder feststellen: die Leute denken, dass zwei Flugzeuge fast zusammengestoßen wären, dabei hätten noch locker offiziell zwei Flugzeuge dazwischengepasst. Und so ist es auch in diesem Fall. Der Flieger war nicht mal in der Nähe des Gleitschirmfliegers.

Dazu kommt noch ein anderer Effekt. Der Filmer befindet sich in einem Tal, vor ihm befindet sich in (nach seinen Angaben) ca. 2700 m Entfernung ein ca. 1300 m höherer Berg. Das heißt, er sieht schon mal schräg nach oben. Wenn man sich nun die Aufnahmen ohne Zoom ansieht, kann man den Flieger schon gar nicht mehr erkennen. Das heißt, dass der Flieger weit hinter dem Berg (geschätzt horizontal 9 - 10 km) fliegt. Der Filmer sieht also den Flieger deshalb knapp über dem Berg. Wer möchte, kann das ja auch noch berechnen - es macht also einzig und allein die Perspektive, dass die A380 so niedrig erscheint.

Die Perspektive macht es

Hätte der Filmer Ahnung von der Filmerei, hätte er etwas abgeblendet, so dass man auch die Airline erkennen könnte. Aber dass die Identität der Flugzeuge verheimlicht werden soll, kennen wir ja von den Chemtrail-Gläubigen.

Der Tiefflieger auf dem Flightradar

Im Gegensatz zu den Chemtrail-Gläubigen wissen wir jedoch, wo wir uns solche Informationen beschaffen können. Ein Blick auf das Flightradar verrät uns, dass es der Flug EK73 von Dubai nach Paris war. Beim Flugzeug handelt es sich, wie bereits vermutet, um eine A380 der Emirates mit der Kennung A6-EDQ. Unterwegs war das Flugzeug in einer Höhe von 38.000 ft, also ungefähr 11,5 km. Als niedrig dürfte man das eigentlich nicht bezeichnen …

Aber die einfachen Chemtrail-Gläubigen werden natürlich glauben, dass der viel zu niedrig für Kondensstreifen war.

14.11.2011 [⇧]