Aktuelles (21 / 44)

17.10.2013: Rückenwind und Wellenwolken

Rückenwind und Wolkenwellen

Heute konnte man gut die Zusammenhänge zwischen Fliegerei und Wetter beobachten.

Im Flightradar sind hier Flüge mit einer Geschwindigkeit von unter 1000 km/h ausgeblendet, es sind also nur die schnellen Flüge ab 1000 km/h sichtbar. Wir sehen durch diese Flüge somit, wo der Wind in der jeweiligen Richtung am stärksten weht, aber in der Höhe der Flugzeuge.

Jetzt müssen wir jedoch beachten, dass angezeigte Geschwindigkeiten gegenüber dem Grund gelten. In der Luft sind die Flugzeuge nicht so schnell, denn da richtet sich die Geschwindigkeit nach dem umgebenden Fluid, also der Umgebungsluft. Wir müssen also von der angezeigten Geschwindigkeit die tatsächliche Geschwindigkeit des Flugzeugs subtrahieren, dann haben wir die Windgeschwindigkeit.

Vergeichbar ist das mit einem Fahrgast, der in einem Zug nach vorn läuft. Der Zug selbst bewegt sich mit x km/h. Das wäre bei uns der Wind, also die bewegte Luft. Steht der Fahrgast, ist er mit der Geschwindigkeit des Zuges unterwegs. Läuft der Fahrgast aber, bewegt er sich gegenüber dem Zug mit einer Geschwindigkeit von y km/h. Er ist also insgesamt schneller als der Zug unterwegs, (x + y) km/h. Der Fahrgast wäre hier das Flugzeug.

Ich runde mal und nehme an, dass die Vektoren von Wind und Flug gleich sind:

Der markierte Flug ist 1140 km/h schnell. Eine Boeing 747-400 hat eine Reisegeschwindigkeit von 910 km/h. Daraus ergibt sich, dass wir in dem Beispiel in der Reisehöhe eine Windgeschwindigkeit von 230 km/h haben. Nun die Frage: Geht am Boden auch so viel Wind?

Natürlich nicht, obwohl es auch da ganz schön wedelt. Oben ist im heutigen Beispiel der Wind schneller als unten. Und nun sehen wir mal, was wir auf dem Sat-Foto dort haben, wo der Wind am heftigsten in der Reisehöhe weht. Wellen. Die kommen halt nicht von HAARP, sondern weil es in der Höhe andere Winde als unten gibt.

Klar muss sein, dass das hier noch ziemlich vereinfacht ausgedrückt ist. Die unterschiedlichen Winde können auch mal in ganz anderen Höhen sein, selbstverständlich nicht immer in Reisehöhe. Und natürlich sind auch nicht immer die Bedingungen für das Entstehen von Wellen gegeben. Bei unterschiedlichen Winden müssen also auch nicht immer Wellen entstehen. Selbst die Berechnung ist nur vereinfacht dargestellt - sind Wind- und Flugrichtung unterschiedlich, kann man nicht mehr einfach addieren oder subtrahieren, dann muss man andere Formeln verwenden.

Die Ergebnisse der hier dargestellten Zusammenhänge sieht man jedoch sehr oft - wenn auch die Details nicht immer gleich ersichtlich sind.