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25.01.2014: Eine weitere lustige Chemtrail-Veranstaltung

Nachdem es 2013 bereits eine globale Chemtrail-Demo gab, sollte es nun ein weiteres solches Ereignis geben. "Global" - das bedeutet natürlich, dass es Regionen gibt, in denen es jahreszeitlich bedingt recht ungemütlich sein kann. Genau dies war in Deutschland der Fall, es war zum Beispiel in Berlin doch sehr kalt, um die -10 °C. Dazu kam noch das Schlimmste, was den Chemtrail-Gläubigen passieren konnte: Es gab blauen Himmel! Die wenigen sichtbaren Flugzeuge hinterließen nur sehr kurze Streifen, die nach der Definition der Chemtrail-Gläubigen nicht mal in die Nähe der angeblichen Chemtrails kamen. Da es bei der letzten Chemtrail-Demo auch schon blauen Himmel gab, wird gemunkelt, dass Chemtrail-Demos effektiver als Cloudbuster sind. Wenn Sie also mal blauen Himmel über Berlin möchten, organisieren Sie einfach eine Chemtrail-Demo.

Zusätzlich zu diesen Erschwernissen kam noch, dass die Auswahl des Veranstaltungsortes etwas unzweckmäßig war. Entfernt von der Straße kann man sowas schon machen, wenn man eine Veranstaltung für sich selbst organisiert, um sich zum Beispiel gegenseitig zu filmen. Für Publikumsverkehr hätte man jedoch dorthin gehen müssen, wo es etwas mehr von eben diesem auch gibt. Die Anlage soll auch nicht gerade laut gewesen sein, was für die anwesenden Chemtrail-Gläubigen aber sicher reichte. Das Vorgetragene kannten sie ja sicher schon von ihren Quellen, so dass diese Veranstaltung nur der Wiederholung diente.

Die bekannten Wortführer fehlten diesmal (Herrn Storr war ja offenbar auch schon die letzte Demo nicht so wichtig), zu sehen waren nur Claus Petersen und der aufsteigende Stern am Chemtrailverschwörungshimmel Harald Kautz-Vella. Eine angeblich studierende "Wissenschaftlerin" Marina sprach wohl auch, aber dazu sind weder Nachname noch Referenzen bekannt. Das ist bei den Chemtrail-Gläubigen allerdings auch nicht so wichtig, wenn man nur etwas erzählt, was sie glauben können. Und dies war anscheinend der Fall.

Die Erwartungen an diese Veranstaltung waren schon extrem niedrig, aber auch das konnte durch die Chemtrail-Gläubigen (ca. 70 sollen es in Berlin gewesen sein) noch unterboten werden. Insofern bin ich auch nicht traurig, dass ich diesmal nicht vor Ort war. Aus diesem Grund gibt es auch keinen Bericht (der bisherige Text stammt inhaltlich von Personen, die in Berlin vor Ort waren bzw. auf der Grundlage von Tweets, Fotos usw.), sondern nur eine kleine Sammlung von Links zu externen Dokumentationen:

Offenbar haben die Wortführer der Chemtrail-Verschwörungstheorie mitbekommen, dass es nicht so ganz erfolgreich lief. Werner Altnickel veröffentlichte nämlich gleich nach dem Ende zwei Videos, die inhaltlich schon uralt und längst erklärt sind:

So haben die einfachen Chemtrail-Gläubigen gleich wieder Themen und müssen nicht verbreiten, wie es bei der Veranstaltung lief. Dass die Inhalte dieser Videos schon gezeigt wurden, haben sie sowieso schon wieder vergessen, so dass sie gleich wieder etwas neues Entsetzliches entdecken können.